Grundlagen der Atemtherapie
Während tief greifender Lebensumstände ist die Offenheit für die Wirkung des Atems auf die Befindlichkeit intensiv und deutlich erfahrbar. Wir spüren, wie uns Spannungssituationen kurz und schnell atmen lassen und was es bewirkt, wenn wir ein paar Mal „tief“ durchatmen. Oder auch, wenn der Atem vor Schmerz oder Schreck stockt und dann der erlösende Ausatem folgt.
Ebenso nimmt der Mensch in der Arbeit mit dem Atem Gefühle wahr, die damit verbunden sind. Die Übenden erfahren, wie der Atem Gefühle wieder ins Lot bringt, sobald sie sich ihm zuwenden. Den Atem als ordnende Substanz im Körper zu erfahren und zu erleben fördert die Stabilität des Menschen. Diese Verbindung von Körper, Atmung und Empfindung kann auf unterschiedliche Weise geübt werden.
Die Arbeit mit dem Erfahrbaren Atem stellt die Bewusstseinsförderung in den Mittelpunkt. Die Wahrnehmung dessen, was Sie als anwesend, gesund, heil und wohltuend empfinden, wird aktiviert. Sie entwickeln und fördern die Fähigkeit, sich sammeln zu können, sowie zu unterscheiden, was Gefühl oder was Empfindung ist.
Die praktische Arbeit mit dem erfahrbaren Atem können Sie immer wieder neu entdecken. In jeder Stunde erweitern Sie Ihre Empfindungsfähigkeit, selbst mit den einfachsten Übungen der ersten Stunden.
Die Vernetzung des Atems und der Atmung mit dem ganzen Körper spricht alle psychischen und physischen Vorgänge im Menschen an, was in alten westlichen und östlichen Kulturen schon seit langem medizinisch bekannt und wird seit jeher gepflegt.
